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Oktoberfest: Wie spiegelt es die deutsche Kultur wider?

Mandy Ruf
Mandy Ruf
2025-03-09 01:47:59
Anzahl der Antworten: 19
Kaum hat man einen Fuß auf Kutsche, Wiesn oder ins Festzelt gesetzt, wird man Teil des wertfreien Kollektivstroms, der gemeinsam gute zwei Wochen lang dem Rausch huldigt. Das Politische streift man mit dem Tragen der Tracht ab. Kaum ein Fest funktioniert so integrativ wie die Wiesn: Generationen, Geschlechter und Nationen übergreifend. Das Oktoberfest ist ein Schauplatz unverkopfter Gaudi, der Ort, wo Diversität und Inklusion spielerisch gelingen, statt verkrampft diskutiert zu werden. Auch kulinarisch steht der Zeiger auf Vielfalt: Apfelringe, Dampfnudeln, Obazda, Knödel, vegane Kartoffelsuppe, Schweinshaxe, es gibt nichts, was es nicht gibt. In Zeiten des Vereinssterbens, der Individualisierung und des Abdriftens in digitale Sphären, hält sich das größte Volksfest der Welt nicht nur wacker, sondern ist an Beliebtheit kaum zu übertreffen. Hier ist die Welt wieder in Ordnung.
Adalbert Greiner
Adalbert Greiner
2025-03-07 15:03:09
Anzahl der Antworten: 14
Inzwischen ist es vor allem das Bier, das den Besuchern beim Oktoberfest als erstes in den Sinn kommt: Rund sechs Millionen Liter fließen bei dem zwei- bis dreiwöchigen Ereignis – gebraut in den Stadtgrenzen von München, wie es die Tradition verlangt. In der mehr als 200-jährigen Geschichte musste das Oktoberfest mehr als 20mal wegen Kriegen oder Epidemien ausfallen.